Stationäre Behandlung
 
Schwesternzimmer:
Tel: 0234 / 509-2031
Fax: 0234 / 509-2081

Arztzimmer:
0234 / 509-3031

Lage:
Stadionring

 












 
Oberarzt:
Priv.-Doz. Dr. med. P. Kraus
Tel: 0234 / 509-3925
Email: peter.h.kraus@rub.de

Anschrift:
Station NR5
(im Gebäude der Kinderklinik)
Alexandrinenstraße 5
D-44791 Bochum
Tel. +49.(234)-509-2031

Huntington-Ambulanz:
Priv.-Doz. Dr. med. C. Saft
Anmeldung unter:
0234 509-2420
(Fr. Dünwald)
siehe Ambulante Schwerpunkte

Huntington-Sozialdienst:
Jürgen Blumenschein
Station NR5
(im Gebäude der Kinderklinik)
Alexandrinenstraße 5
D-44791 Bochum
Tel. +49 (234) 509-2428
+49 (234) 509-2427

Ärztlicher Huntington-Notdienst:
(24 h, außerhalb der normalen Dienstzeit)
Vermittelt über den diensthabenden Neurologen: 0234-509-1 (Zentrale)

 
15 Jahre Huntington
Zentrum NRW Bochum am 27. Februar 2010 mit Patientenveranstaltung ab 10.00 Uhr und wissen­schaft­lichem Symposium ab 14.00 Uhr

Weitere Infos
(PDF, 270 KB)

Station Neurologie 5 / Huntington Zentrum NRW

Das Team




Charakteristisch für die Erkrankung Morbus Huntington ist eine Bewegungsstörung mit unwillkürlichen Überbewegungen, sogenannten Hyperkinesien. Ferner kommt es häufig zu einer Wesensveränderung und zu psychischen Veränderungen, die für die Betroffenen sehr belastend sein können, sowie zu einer zunehmend demenziellen Entwicklung. Der Morbus Huntington ist eine genetisch bedingte (erbliche) Krankheit. Im Jahr 1993 haben Wissenschaftler das Gen, das die Erkrankung verursacht, identifiziert. Bei Betroffenen kommt es zu der Verlängerung eines Abschnitts mit dem Code "CAG" an einer bestimmten Stelle des Chromosoms 4. Das Eiweiß, das durch dieses Gen verschlüsselt wird, funktioniert nicht richtig und stört andere Eiweiße daran ihre Funktion auszuüben. Dies führt schließlich zu den Symptomen des Morbus Huntington. Die Wahrscheinlichkeit das mutierte Gen vererbt zu bekommen beträgt 50 Prozent, unabhängig vom Geschlecht. Bei den meisten Betroffenen tritt die Krankheit im mittleren Erwachsenenalter auf. Selten kommt es auch zu einem Krankheitsausbruch bereits vor dem 20. Lebensjahr (juvenile Variante). Bei dieser Variante besteht dann häufig eine allgemeine Verlangsamung und Steifigkeit ohne charakteristische Hyperkinesien.
In Europa rechnet man mit etwa 6 - 12 Betroffenen auf 100 000 Einwohner. In Deutschland rechnet man mit rund 10 000 Menschen, die betroffen sind.

Aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichungen unter "Saft C".

Weitere Informationen auch unter:
Eine kausale Therapie, d.h. eine ursächliche Therapie, für die beschriebenen Erkrankungen ist derzeit nicht möglich. Häufig ist es jedoch möglich durch eine individuell anzupassende medikamentöse Behandlung Symptome und Beschwerden der Erkrankungen zu lindern und dadurch die Lebensqualität deutlich zu verbessern.

Die Station liegt ebenerdig im Gebäudekomplex der Kinderklinik auf dem Klinikgelände. Sie ist behindertengerecht ausgestattet und verfügt über 12 Betten (davon 6 in Einzelzimmern), z.T. mit Naßzelle und Fernseher.
Im Bedarfsfall ist ein Rooming-In (d.h. begleitende Aufnahme von Angehörigen oder Partnern) möglich.

Eine stationäre Aufnahme kann mit therapeutischen und/oder diagnostischen Fragestellungen erfolgen.

Speziell können dies Neueinstellung auf Medikamente oder Umstellung bzw. Anpassung der Therapie - aber auch akute Behandlung krisenhafter Verschlechterung sein.
Das Spektrum an Diagnostik und Therapie umfasst selbstverständlich alle allgemeinneurologischen Möglichkeiten der Neurologischen Universitätsklinik.
Darüber hinaus ist das Zentrum für krankheitsspezifische Untersuchungen und Behandlungen eingerichtet. Die Mitarbeiter haben z.B. besondere Erfahrung mit den psychiatrischen Problemen der Erkrankungen.

Das Konzept der Patientenbetreuung ist ganzheitlich und umfasst neben ärztlichen und pflegerischen Maßnahmen nach individuellem Bedarf Krankengymnastik, Sprachtherapie, Ergotherapie, psychologische Therapie und Betreuung bei sozialen Problemen.

Anmeldung unter Tel: 0234-509-2031, Station NR5


Stationssekretärin
Frau Siegert



Als besondere Schwerpunkte sind zu nennen:

Pflege:


Stationspfleger C. Boch

stellv. Stationspfleger: M. Neuhaus
Bereichspflege, Konzept der basalen Stimulation, Kinästhetik, Spezifisches Training von Fähigkeiten, Tips für den Alltag und zu Hilfsmitteln Anleitung von Fachpersonal und pflegenden Angehörigen.



Psychosoziale Beratung und Information:


Sozialpädagoge
J. Blumenschein
Risikoberatung Beratung zur präsymtomatischen Testung in Kooperation mit dem Humangenetischen Institut der Ruhr-Universität Bochum (Gen- und Funktionsdiagnostik), sozialrechtliche Information, Vermittlung von und Information zu ambulanten Hilfen (Pflegedienste), Hilfsmitteln, Auswahl geeigneter kompetenter Pflegeeinrichtungen, Organisation von Anschlußmaßnahmen, stationärer Pflege (Zugang und Finanzierung).


Neuropsychologie:

Diagnostik, Therapie, Gesprächstherapie, Entspannungstherapie, Gruppenarbeit, Familientherapie


Ergotherapie:


Ergotherapeut
M. Enders
Wiederaufbau und Übung von Alltagsfertigkeiten



Logotherapie:

Verbesserung der Sprechfähigkeit, Verbesserung bei Schluckstörungen


Physiotherapie:


Physiotherapeuten
S. Herbst u. J. Blume
Verbesserung der Gehfähigkeit, Hilfe bei Sturzneigung, Entspannungstechniken.


Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Huntington-Selbsthilfe-
organisation (DHH)
.

Unser Partner für genetische Fragestellungen ist der humangenetische Teil des Huntington-Zentrums NRW am Institut für molekulare Humangenetik der Ruhruniversität Bochum.


Forschungsschwerpunkte und weitere Kooperationen / PD Dr. med Saft:


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